Tagebuch einer Krankenhaus
Heute habe ich wieder Herzen höher schlagen lassen.
Manche mit einem Lächeln.
Manche mit einer S****ze.
Mein Kittel sitzt wie eine zweite Haut,
meine Schritte selbstbewusst auf dem Flur.
Zwischen Desinfektionsmittel und Monitorpiepen
spiele ich mit Puls und Druck –
professionell natürlich.
Meine Hände sind sanft,
aber bestimmt.
Ich weiß genau, wo ich berühren muss,
damit es besser wird.
Ein leises „Danke Schwester“
kann manchmal mehr Hitze erzeugen
als jede Liebeserklärung.
Und wenn ich am Ende der Schicht
meinen Kittel ausziehe,
bleibt da dieses Gefühl:
Ich rette nicht nur Leben –
ich bringe sie auch zum Knistern. 😉



