Manchmal ist Langeweile gar nicht so harmlos
Das Wochenende war ruhig. Fast schon zu ruhig. Keine großen Abenteuer, keine wilden Geschichten, nichts, worüber man am Montag dramatisch den Kopf schütteln müsste. Und trotzdem sitze ich heute mit meinem Kaffee da, voller Energie und irgendwie neugierig auf alles, was diese Woche noch aus dem Ärmel schütteln will.
Vielleicht liegt genau darin die Gefahr. Wenn man zu viel Zeit hat, denkt man nach. Und wenn man nachdenkt, kommen einem plötzlich Ideen. Die guten. Die verrückten. Die, bei denen man erst lächelt und sich dann fragt, ob man sie wirklich umsetzen sollte.
Ich mag dieses Gefühl. Dieses Wissen, dass man sein Leben selbst gestaltet. Dass man morgens in den Spiegel schaut und denkt: Ja, genau so. Nicht perfekt. Aber ziemlich nah dran. Mit Ecken, Kanten, Kaffee und einer Portion Frechheit, die sich hartnäckig weigert, erwachsen zu werden.
Und während andere vielleicht noch darüber nachdenken, wie ihre Woche werden könnte, habe ich eher das Gefühl, dass sie schon längst begonnen hat. Irgendwo zwischen dem ersten S*****k Kaffee, einem zufriedenen Grinsen und dem Gedanken, dass die interessantesten Dinge meistens dann passieren, wenn man gar nicht damit rechnet.
Mal sehen, was diese Woche mit mir vorhat.
Oder die spannendere Frage: Was glaubst du, überrascht einen mehr – das, was man plant, oder das, womit man niemals gerechnet hätte?




4,6 