Tief durchatmen… und plötzlich fühlt sich alles ein bisschen leb
Heute Morgen lag etwas in der Luft.
Nicht laut, nicht aufdringlich – eher wie ein leises Versprechen.
Die Sonne hat sich vorsichtig durch das Fenster geschoben, als wollte sie mich daran erinnern, dass der Frühling nicht nur draußen stattfindet… sondern manchmal auch ganz tief drin.
Ich habe einen Moment innegehalten.
Barfuß auf dem Boden, die Schultern noch warm vom Schlaf, und plötzlich dieses Gefühl:
Heute wächst etwas.
Vielleicht kein Baum, zumindest nicht sichtbar. Aber irgendetwas in mir hat sich gestreckt, hat sich aufgerichtet, als hätte es genug davon, im Schatten zu stehen.
Der Tag des Baumes passt heute erstaunlich gut zu meiner Stimmung.
Ein Baum fragt nicht, ob der Zeitpunkt richtig ist.
Er wächst einfach. Still. Beständig. Mit einer Geduld, die fast bewundernswert ist.
Und genau das habe ich heute gespürt – diesen kleinen inneren Drang, mich auszubreiten, tiefer zu wurzeln… und gleichzeitig mutig die Äste auszustrecken.
Ich habe mich bewusst langsam bewegt.
Die Luft eingeatmet, die Wärme auf der Haut gespürt, und ein Lächeln kam ganz von allein.
Nicht, weil etwas Besonderes passiert ist.
Sondern weil ich gemerkt habe, dass ich selbst gerade ein kleines Stück stärker werde. Ein bisschen lebendiger. Ein bisschen f****r.
Vielleicht ist das der wahre Frühling:
Nicht die Temperatur.
Nicht die Sonne.
Sondern dieses leise Kribbeln, das sagt:
Du darfst wachsen. Du darfst dich zeigen. Und du darfst heute einfach du selbst sein.
Und während ich so dastand, habe ich mir gedacht:
Wenn ein Baum Jahr für Jahr neu austreibt, egal wie kalt der Winter war…
dann darf auch ich mir erlauben, heute ein neues Blatt aufzuschlagen. 🌿

4,7 